Standortentwicklungskonzept Potsdam

Unter dem Motto „Stärken stärken“ hat das Land Brandenburg im Jahr 2005 seine strukturpolitischen Anstrengungen für mehr Wachstum und Beschäftigung gebündelt. Kernelemente dieser Strategie sind neben der Konzentration auf Wachstumsbranchen die Bestimmung Regionaler Wachstumskerne (RWK) – Standorte, die aufgrund ihrer besonders starken Potentiale als Anker oder Motoren der wirtschaftlichen Regionalentwicklung dienen sollen.

Das Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg hat Inpolis in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung (GIB) damit beauftragt, das Standortentwicklungskonzept (SEK), das der strategischen Weiterentwicklung des RWK Potsdam dient, fort zu schreiben und an die sich wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen. Die Förderpolitik des Landes ist künftig noch stärker auf die Schwerpunkte Fachkräftesicherung, Innovationsförderung / Wissens- und Technologietransfer, Umlandkooperation und Clusterstrategie ausgerichtet. Diese strategische Neuausrichtung soll auch im SEK verankert werden.

Erster Arbeitsschritt ist eine datenbasierte Bestandsaufnahme, in der mit Hilfe von desk research, sekundärstatistischen Analysen und Experteninterviews die derzeitige Entwicklung des RWK kritisch geprüft und Entwicklungspotentiale und –engpässe identifiziert werden. In mehreren Workshops werden die Ergebnisse mit lokalen Stakeholdern nicht nur diskutiert, sondern diese auch vernetzt und auf eine aktive Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Standortes vorbereitet. Die erarbeiteten Maßnahmen werden noch im Prozess der Fortschreibung des SEK im Rahmen eines expertenbasierten Delphi-Verfahrens evaluiert.

Dialogorientiertheit wird bei der Fortschreibung des Konzepts eine hohe Priorität eingeräumt. Ziel ist die Ableitung von Schlüsselmaßnahmen sowie die Sensibilisierung und Aktivierung aller beteiligten Akteure, um die Umsetzbarkeit des Konzeptes nachhaltig zu sichern. Der RWK-Prozess soll auf diese Weise in der Stadt und Region Potsdam dauerhaft implementiert werden, ein permanenter Kommunikationsprozess angeregt und ein regionales Wissensmanagement aufgebaut werden. Als Ergebnis sollen lokale Schlüsselakteure den weiteren Prozess der Standortentwicklung in die Hand nehmen.