Entwicklungskonzept Niederlausitz

Für das Gebiet Cottbus – Guben – Forst (Brandenburg) erarbeitet Inpolis ein Entwicklungskonzept mit dem Ziel, Potenziale zu identifizieren und passende Maßnahmen zu empfehlen.

Im Auftrag der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg erarbeitet ein interdisziplinäres Team das regionale Entwicklungskonzept für das Gebiet Cottbus – Guben – Forst (Spree-Neiße). Das Bearbeitungsteam setzt sich aus Inpolis, dieraumplaner und der BTE zusammen. Ziel des Konzepts ist es, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Potenziale für die künftige regionale Entwicklung zu identifizieren und passende Maßnahmen zu empfehlen.

Die Region ist sowohl wirtschaftlich als auch landschaftlich stark vom Braunkohleabbau geprägt. Nicht mehr aktive Kohlegruben befinden sich in einem Renaturierungsverfahren, sodass große Erwartungen an den Wassertourismus gestellt werden. Neben den durch den Tagebau stark in Mitleidenschaft gezogenen Flächen kämpft das Gebiet seit längerem mit der Abwanderung der jungen Bevölkerung mit einer demographischen Überalterung sowie mit fehlenden Investitionen.

Nun werden durch eine genaue Betrachtung des Gebiets gemeinsame, wirtschaftliche Verknüpfungspotenziale und Chancen identifiziert. Dazu werden alle für die Region gesellschaftlich relevanten Bereiche wie Demografie, Wirtschaft, Kultur, Natur sowie Umwelt und Infrastruktur analysiert. Auf diese Weise sollen Verknüpfungsmöglichkeiten der künftigen Entwicklungen erkannt werden, um sozio-ökonomische Synergieeffekte zu erzeugen und die Identifizierung sowie das Image der Region zu stärken.

Zusammen mit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung und allen relevanten Akteuren sowie öffentlichen Interessensgruppen soll eine Lösung in einem integrierten Prozess erarbeitet werden. Zwischen den im Folgenden beschriebenen Phasen werden deshalb mehrmals öffentliche Veranstaltungen und Steuerungsgruppentreffen abgehalten.

In der ersten Phase wird eine Analyse im Sinne einer Grundlagenermittlung durchgeführt und daraus abgeleitete regionale Entwicklungspotenziale benannt. In der zweiten Phase wird im Dialog mit lokalen Akteuren die Strategie entwickelt. Dies beinhaltet die Erarbeitung eines gemeinsamen Leitbildes sowie einen Aktions- und Maßnahmenplan. Darin sollen konkrete und umsetzungsorientierte Maßnahmen zur Realisierung aufgezeigt und bewertet werden. In der abschließenden und dritten Phase steht die Umsetzungsstruktur im Vordergrund. Dazu werden Vorschläge zur organisatorischen Struktur und zur Vergabe von Verantwortlichkeiten erarbeitet. Ergänzend wird eine gemeinsame Absichtserklärung der kommunalen Gebietskörperschaften & weiterer Partner vorbereitet.